Tag des Brotes 16. Oktober

 

Überall in der Welt hat das Brot hohen Symbolgehalt: Es steht für Solidarität und die Fähigkeit zu teilen. Als universelles Produkt, das in jeder Zivilisation zu finden ist, hergesellt aus den verschiedensten Getreidearten, durch den Gärprozess und die vielfältigsten Backvarianten gekennzeichnet, begleitet das Brot selbst im dritten Jahrtausend jede Mahlzeit.

 

Grundnahrungsmittel für die einen, Luxus oder modernes Diätprodukt für die anderen – das Brot selbst hat so viele Bedeutungen, dass es einen Welttag zu seinen Ehren verdient! Der Welttag des Brotes soll vor allem Anlass sein, über das Brot und die Bäcker zu sprechen, von ihrer Geschichte etwas zu erfahren, von deren heutiger Bedeutung und ihrer Zukunft.

Der Welttag des Brotes soll Konsumenten daran erinnern, dass Brot und Gebäck wichtige Bestandteile der menschlichen Ernährung sind. Als Grundnahrungsmittel und Genussprodukt sind sie auf der ganzen Welt von Bedeutung. Täglich vier Scheiben Brot werden von Experten als sehr gesund betrachtet.

 

„Unser täglich Brot“ –das steht auf dem Speiseplan der Deutschen ganz oben. Rund 300 Brotsorten und mehr als 1.200 verschiedene Kleingebäcke aller Geschmacksrichtungen werden bundesweit von Bäckerinnen und Bäckern angeboten „Brot aus Deutschland ist einmalig in seiner Vielfalt und Qualität“.

 

Vier Dinge braucht der Bäcker, um Brot zu backen: Mehl, Wasser, Salz und ein Lockerungsmittel (Backtriebmittel) für den Teig. Aus diesen Grundzutaten lassen sich viele verschiedene Brotsorten herstellen. Die Mischung bestimmt, welches Brot schließlich daraus wird. Verschiedene Getreidearten, Mehltypen und Lockerungsmittel machen`s möglich.

 

Warum schenken wir zum Einzug Brot und Salz?

 

Brot und Salz galten über Jahrhunderte als kostbare Lebensmittel, die für Wohlergehen, Sesshaftigkeit und Gemeinschaft standen.

Brot war in ganz frühen Zeiten ein Symbol der Götter: Die Griechen huldigten Demeter, der Erdmutter, zuständig für Ackerbau und Fruchtbarkeit. Dem Mythos zufolge soll sie den Menschen den Getreideanbau und das Brotbacken beigebracht haben. Auf ihr römisches Pendant, den Gott Ceres, geht der Begriff –Zerealien- (Feldfrüchte) zurück. Auch im Christentum haben Brot und Salz eine wichtige Bedeutung. So bittet man Gott um das täglich Brot, das den Leib Christi symbolisiert (Johannes, 6, 35 – Ich bin das Brot des Lebens-).

Und im Matthäus-Evangelium heißt es: „Ihr seid das Salz der Erde“ (5,13).

 

 

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Pausenbrot!

 

Bereits wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, stellen sich viele Eltern jeden Morgen auf`s neue die Frage: Was gebe ich meinem Sprössling als Pausenbrot mit? Die Tage beginnen meist sehr durchorganisiert, jedoch steht das Frühstück nicht weit oben auf der Prioritätenliste. Oftmals nimmt man sich nicht die Zeit, mit seinen Kindern den Tag ruhig mit einem Frühstück zu beginnen und das Pausenbrot dabei gemeinsam zu gestalten. Zwischen Tür und Angel wird schnell die Brotzeitbox gepackt, mit Sachen die gerade griffbereit sind. Der gute Vorsatz, morgen nehme ich mir mehr Zeit, da gibt es dann etwas Gescheites, gesellt sich auf dem Weg zur Arbeit zu anderen guten Vorsätzen, die in Vergessenheit geraten sind. Dabei ist es gar nicht so schwer und dauert auch nicht lang, ein gutes und leckeres Pausenbrot zuzubereiten.

 

Pausenbrot-Rezepte:

Brötchen für „kleine Genies“

Zutaten für 1 Portion:
1 Mehrkornbrötchen
5 g Butter
1 Scheibe Schinkenwurst
1 rote Paprika
1 Scheibe Landkäse mild

Zubereitung
Mehrkornbrötchen halbieren und beide Hälften mit Butter bestreichen. Paprika in dünne Streifen schneiden. Wurst, Käse und Paprikastreifen nacheinander auf die Brötchen-Unterseite legen und mit der Brötchen-Oberseite bedecke

 

Mini-Gurken-Sandwich „Little Joe“

Zutaten für 4 Portionen:
1 Salatgurke
1 Kästchen Gartenkresse
60 g weiche Butter
3 El Speisequark
1 EL geriebener Meerrettich (frisch oder aus dem Glas)
Salz, Pfeffer
1 Msp. Senfpulver
4 zarte Kopfsalatblätter
200 g Truthahn-Fleischwurst
8 Scheiben Buttertoast

Zubereitung:
Gurke schälen oder gründlich waschen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Kresse vom Beet schneiden. Butter, Quark, Meerrettich, Salz, Pfeffer und Senfpulver mit einer Gabel gründlich zerdrücken und mischen, Kresse unterrühren. Salatblätter waschen und trockenschütteln, evtl. dicke Blattrippen flach schneiden. Truthahn-Fleischwurst in Scheiben schneiden. Die Hälfte der Toastscheiben mit der Buttermischung bestreichen, Gurken dachziegelartig darauf legen, mit Salatblatt, Fleischwurst und übrigen Toastscheiben bedecken. Jedes Sandwich in vier gleich große Mini-Sandwiches schneiden, evtl. mit Kresse bestreuen und mit Holzspießchen fixieren.

 

Muntermacher-Brot

Zutaten für 1 Portion:
2 Scheiben Vollkornbrot
5 g Kerrygold Original Irische Butter
1 -2 Scheiben Kerrygold Original Irischer Landkäse mild
1 -2 grüne Salatblätter
1 Radieschen
1 Cornichon
1/2 gelbe Paprika
1 Möhre

Zubereitung
Brotscheiben mit Butter bestreichen. Eine Brotscheibe mit Salatblättern und Käsescheiben belegen. Radieschen in Scheiben schneiden, Cornichon längs halbieren, Paprika in Längsstreifen schneiden und Möhren dünn reiben.
Das Gemüse nacheinander auf den Käse schichten: Radieschenscheiben, dann Cornichons, Paprikastreifen und Möhrenraspel. Gemüse mit der zweiten Brotscheibe bedecken.

 

 

 

Lichtmeß (Darstellung des Herrn) 2. Februar

 

An diesem Tag endet die Weihnachtszeit endgültig – falls noch nicht geschehen wird der Weihnachtsbaum abgebaut und die Weihnachtskrippe ebenso.

Die Herkunft des Festes ist ableitend vom Gesetz Moses, nach dem die jüdischen Mütter 40 Tag nach der Geburt des Kindes das erste Mal mit dem Kind in den Tempel gehen sollten. Die Frauen galten dann nicht mehr als unrein. Diesen Tag bezeichnet man daher auch als „Darstellung des Herrn“ oder „Maria Reinigung“. Er gehört zu den vier ältesten Marienfesten und wird auch „Mariä Lichtmess“ Das heutige Fest wurde wahrscheinlich vom byzantinischen Kaiser Justinian I. um 541 eingeführt. Der historische Ursprung liegt in einer heidnischen Sühneprozession, die alle fünf Jahre in Rom abgehalten wurde und nun mit diesem Fest ins Christentum übernommen wurde, deshalb stand die Kerzenweihe und Lichterprozession im Mittelpunkt. Das Fest ist im 5. Jahrhundert in Jerusalem bezeugt, wurde im 7. Jahrhundert in Rom eingeführt und zunächst am 14. Februar gefeiert. An Lichtmess wurde der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht, die Leute brachten auch Kerzen für den häuslichen Gebrauch zur Segnung, diese gesegneten Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten, oder als schwarze Wetterkerzen Unwetter abwehren. Heute wird das frühe bedeutende Fest nur noch selten wie früher mit einer Lichterprozession gefeiert. Lichtmess war bis 1912 auch ein offizieller Feiertag, nach diesem Tag begann die Arbeit der Bauern nach der Winterpause wieder. Als „Schenkeltag“ oder Wandertag war Lichtmess ein wichtiger Termin für Dienstboten (Mägde, Knechte) und Handwerksgesellen, sowie ein großer Zahltag derselben. Sie konnten jetzt die Stellung wechseln und es gab eine Woche Urlaub.

Lichtmeß

 

Der Tag is um a ganze Stund

scho wieder länger wor`n

und `s Wach `In wills gar net aufhörn

und d`Fenster sand no gfrorn.

 

A so muaß aber `s Wetter sein

Weils hoaßt, wenns `z Lichmeß schneit,

na gibt’s für Bauernleut a Jahr

voll Segn und Fruchtbarkeit.

 

Laßts d`Wachsstöck heut nach alt`n Brauch

Enk weihn und zündt sie `s an,

dass bald der Frühling kimmt zu uns

und `s Taglicht wachsen kann!

 

Und Bäuerin, koch auf und back,

weil aussteht heut der Knecht

und weil der Neue aa wohl glei

was Guats zum Essen möcht!

 

Der Liachtmeßtag, der is und bleibt

do allweil, was er war,

dö Dienstbo`n und die Bauernleut

a Lostag fürs ganz Jahr.

 

(Unbekannter Verfasser)

 

 

 

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

 

Der kleine Kobold Gwendolin saß in seiner Wurzelwohnung im Wald und war ratlos. Er hatte einfach keine zündende Idee, wie er seinen Koboldfreunden in diesem Jahr eine Weihnachtsfreude machten könnte. Dabei hatte Gwendolin sich in diesem Jahr ein besonderes Ziel gesetzt. Er hatte nämlich in den letzten Jahren festgestellt, dass viele seiner Freunde über all den hektischen Vorbereitungen gar nicht richtig zur Ruhe kamen.

Vor lauter Hektik und Zeitmangel hatte die eigentliche tiefe Freude über das Weihnachtsfest gar nicht entstehen können. Als Gwendolin einem Freund von seinen Überlegungen erzählen wollte, antwortete ihm dieser nur: „Weihnachten – Sinn – keine Ahnung! Außerdem habe ich sowieso keine Zeit!“

Gwendolin erschrak und dachte: „Wozu denn all diese Weihnachtsgeschenke und all der Trubel, wenn der eigentliche Grund in Vergessenheit gerät?“

 

Gwendolin grübelte…..

Als er zum Fenster hinausschaute, sah er in der Ferne seinen Freund Arnulf. Er freute sich über diesen unerwarteten Besuch und stellte Teewasser auf, zündete eine Kerze an und stellte das Gebäck auf den Tisch. Als Arnulf kam, hatte er einen gemütlichen Teetisch hergerichtet. Die Begrüßung war herzlich. Sie erzählten sich viel und Gwendolin berichtete von seinen Überlegungen. Da meinte Arnulf: „Eigentlich bin ich nur gekommen um dir schnell dein Geschenk zu bringen. Aber der liebevoll gedeckte Tisch und deine herzliche Begrüßung haben mich so eingenommen. Ich muss Dir gestehen, dass ich das wahre Weihnachten eigentlich auch vergessen habe; aber deine Liebe und deine Wärme hier ließen mich zur Ruhe kommen. Du hast mir heute zwar nichts geschenkt außer Gebäck und den duftenden Tee. Trotzdem hast Du mir Weihnachten viel näher gebracht, als alle Geschenke. Ich danke dir von Herzen!“

 

Arnulfs Worte gingen Gwendolin noch lange durch den Kopf und plötzlich hatte er eine Idee:

Er bereitete viele kleine Plätzchen und verpackte nur eine Kerze, Tee und Gebäck mit einem Zettel, auf dem stand:

 

Mit diesen Gaben möchte ich dir die Grundlage für eine gemütliche Weihnachtszeit geben!

Zünde dir die Kerze an, brüh dir den Tee auf und während du das Gebäck isst, freu dich über den Grund des Weihnachtsfestes!!

 

Dein Gwendolin

 

 

 

Halloween??

 

In den letzten Jahren wird auch in unserer Region dem Abend (31.10) „Halloween“ eine immer größere Bedeutung zumessen. Vor allem die Kinder ziehen durch die Strassen und erfragen „Süßes – sonst gibt’s Saures“ bei den Nachbarn und Verwandten.

 

Doch woher kommt „Halloween“ eigentlich?

 

Der Halloween-Brauch stammt ursprünglich aus dem keltischen Raum:

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1 November verabschiedeten sich die Druiden vom Sommer – der Jahreszeit der Göttin – und feierten die Herrschaft des Todesfürsten Samhain, der während des Winters regiert. Im keltischen Kalender symbolisiert dieser Tag den Jahreswechsel.

Obwohl dieser Brauch noch aus den Zeiten vor Christus stammt, wurde er auch noch bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechung exzessiv zelebriert.

 

Da in dieser Nach nach keltischem Glauben das Leben (der Sommer) die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod (den Winter) abgibt, glaubte man, dass es ein besonders günstiger Moment wäre, damit sich die Toten unter die Lebenden mischen können. Man glaubte, dass sich die Toten für ein Jahr lang den Körper eines Lebenden suchen. Daher wurden ihnen Opfer gebracht, damit sie nicht den eigenen Körper auswählten.

 

Die Iren haben diesen Brauch etwas abgewandelt. Sie haben sich in dieser Nacht möglichst schrecklich angezogen und verkleidet, damit die Toten und Geister an ihnen vorbeigehen und sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken und Verkleidungen dienten zur Abschreckung.

 

Außerdem glaubte man, dass die Trennwand zwischen der Welt der Toten und der Lebenden an diesem Abend besonders dünn ist und man daher besonders einfach mit den Toten in Kontakt treten kann. Um diesen Kontakt besonders einfach herstellen zu können, wurde gefeiert und den Toten allerlei Leckereien abgeboten, auf dass sie gerne und für kurze Zeit auf die Erde zurückkehren sollten. So wollte man auch nach dem Tod von Verwandten den Kontakt zu ihnen aufrecht erhalten.

 

Es war ein großes Fest, mit Lagerfeuer und Festmahl. Aufgrund des Jahreswechsels wurde meditiert und Voraussagungen für das nächste Jahr gemacht. Es ging um Krieg, Frieden, Politik, Ernten und Krankheiten. Den Göttern wurden Opfer dargebracht, um sie möglichst gnädig zu stimmen.

 

Gerade im keltischen Raum ließ sich die Feier im ursprünglichen – heidnischen – Sinne nicht vertreiben. Der eigentliche Name „Halloween“ entstand im 16. Jahrhundert.

 

Mittlerweile ist Allerheiligen ein christlicher Brauch geworden. Bis dahin war es allerdings ein langer, harter Kampf. Die Menschen waren zwar relativ leicht zu überzeugen, die neue Religion (Christentum) anzunehmen, allerdings haben sie oft an ihren alten heidnischen Bräuchen und Traditionen festgehalten.

Im Jahre 837 verfügte Papst Gregor IV, dass an Samhain ebenfalls Tote geehrte werden sollten. So setzte man für den 1. November Allerheiligen an und am darauf folgenden Tag Allerseelen. Dies hatte zur Konsequenz, dass sich die einfachen Menschen nicht umstellen mussten und man sagen konnte, man habe erfolgreich die heidnischen Bräuche bekämpft.

Die protestantische Kirche führte den Namen „All Hallowed Evening“ ein. Durch diese spezielle Betitelung war der Brauch endgültig christianisiert.

 

 

 

Wir wünschen allen frohe und sonnige Ostertage!!!

 

 

Das kleine Oster-Lexikon:

 

Oster-Ei:

Schon in frühester Zeit des Christentums war das Ei Sinnbild der Auferstehung und des Lebens. Im Mittelalter waren Eier eine Zahlungseinheit für Pacht, die die Grundherren als Gegenleistung für verpachtetes Land bekamen. Ostern war ein Zahlungstermin. Zudem durften in der vorösterlichen Fastenzeit keine Eier gegessen werden. Man sammelte sie, kochte sie hart und färbte sie, um sie später von den frischen unterscheiden zu können.

 

Oster-Feuer:

Stammt schon aus vorchristlicher Zeit. Das damalige Frühlingsfeuer sollte den Winter vertreiben und die Sonne begrüßen. Dieser Brauch diente der Sicherung von Fruchtbarkeit, Ernte und Wachstum. Im christlichen Glauben symbolisiert das Osterfeuer die Auferstehung Jesu, der als Licht die Finsternis erhellt. Es wir am Samstag vor Ostern entfacht.

 

Oster-Hase:

Ein recht junger Brauch. Er entstand im 17. Jahrhundert in der Pfalz, dem Elsass und am Oberrhein. Der Hase galt als Symbol der Fruchtbarkeit. Sein Bild wurde auf das Osterbrot geprägt. In dieses Brot war ein Ei eingebacken – und so entstand die Idee, dass der Hase die Eier bringt. In anderen Regionen wurde diese Aufgabe übrigens anderen Tieren, u.a. dem Hahn zugeordnet.

 

Oster-Kerze:

 

Das Licht gilt als Zeichen des Lebens und steht für den auferstandenen Jesus Christus. Ihre Wurzeln haben Osterkerzen aber bereits in den alten Kirchen und vereinen griechische, jüdische, römische und christliche Licht-Traditionen. Im christlichen Glauben werden Osterkerzen seit dem 4. Jahrhundert verwendet. Man entzündet sie am Osterfeuer und trägt sie in feierlicher Prozession in das noch dunkle Gotteshaus.

 

Oster-Lamm:

 

Lamm ist das beliebteste Oster-Essen. Entstanden ist dieser Klassiker aus der Tradition dass beim jüdischen Passahfest ein Lamm geschlachtet und gegessen wird, im Christentum symbolisiert es das Lamm Gottes und ist ein Zeichen des Lebens. Zudem steht es für Frieden und Reinheit. Es soll zu einer friedvollen Lebensweise mahnen.